Radio wirkt. Klar, dass wir P&Pler davon überzeugt sind – immerhin unterstützen wir als Audio-Agentur seit 1985 unsere KundInnen mit professionellen Radiospots und Werbekampagnen. Aber auch die Zahlen der Media-Analyse ma 2026 Audio I belegen, dass Radio die KundInnen immer erreicht.
Die im März 2026 veröffentlichte Media Analyse ma Audio I 2026 gibt einen umfassenden Überblick über die Reichweiten und Hörgewohnheiten der Audio-Medien in Deutschland.
1. Reichweiten und Nutzungsverhalten
Radiosender: In der ma Audio I 2026 zeigt sich, dass die Reichweiten der klassischen Radiosender (insbesondere die privaten) insgesamt stabil geblieben sind, aber im Vergleich zur ma Audio II 2025 leichte Rückgänge zu verzeichnen sind, besonders bei den jüngeren Zielgruppen (16-34 Jahre).
Der Rückgang ist jedoch weniger stark als erwartet, was zeigt, dass das Radio nach wie vor eine wichtige Rolle spielt, insbesondere im täglichen Pendelverkehr und als Hintergrundmedium.
On-Demand-Angebote: Der größte Unterschied zwischen der ma Audio I 2026 und der ma Audio II 2025 liegt im Bereich der Streaming-Dienste. Während im Jahr 2025 die Reichweiten von Spotify, Apple Music und Co. noch ein kontinuierliches Wachstum verzeichneten, ist der Anstieg in der ma Audio I 2026 noch ausgeprägter.
2. Podcast-Nutzung
Wachstum der Podcast-Nutzung: Der Podcast-Markt bleibt auch in der ma Audio I 2026 ein stark wachsendes Segment, allerdings langsamer als in den Vorjahren. Während die ma Audio II 2025 noch von einem Boom bei Podcasts berichtete, der eine Verdopplung der Nutzungszahlen in einigen Altersgruppen brachte, sind die Wachstumsraten in der ma Audio I 2026 moderater.
Der Podcast bleibt somit weiterhin eine bevorzugte Form der Audio-Nutzung, besonders bei den 20- bis 40-Jährigen.
3. Technologische Entwicklungen
Sprachassistenten und Smart Speaker: Ein bemerkenswerter Unterschied zwischen den beiden Erhebungen liegt in der Zunahme von Smart Speakern und Sprachassistenten. In der ma Audio I 2026 wird ein deutlicher Anstieg bei der Nutzung von Geräten wie Amazon Echo und Google Nest festgestellt.
Die Nutzung von Smart Speakern zur Wiedergabe von Musik und Podcasts stieg um etwa 15 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Geräte bieten den Nutzern eine bequeme Möglichkeit, Audioinhalte zu konsumieren, und die zunehmende Verbreitung ist ein entscheidender Faktor für das Wachstum der Streaming-Nutzung.
Integrierte Audio-Plattformen: Ein weiterer technologischer Trend, der in der ma Audio I 2026 stärker ins Blickfeld rückt, ist die Integration von Audio-Diensten in andere Plattformen und Geräte, etwa in Autos und Smart TVs. Die ma Audio II 2025 hatte diesen Trend nur am Rande behandelt, während 2026 ein klarer Fokus auf der Multi-Device-Nutzung liegt.
4. Demografische Veränderungen
Jüngere Zielgruppen: Wie bereits erwähnt, verzeichnet die ma Audio I 2026 einen stärkeren Rückgang bei den Reichweiten der klassischen Radiosender, besonders bei den jüngeren Zielgruppen. Die jüngeren Hörer bevorzugen zunehmend Streaming-Dienste und On-Demand-Inhalte, was sich in einer Veränderung des Medienkonsums widerspiegelt.
Ältere Zielgruppen: Im Gegensatz dazu sind die älteren Zielgruppen (50+) in der ma Audio i 2026 weiterhin stark an traditionellem Radio gebunden. Besonders der Bereich des UKW-Radios bleibt hier relevant, auch wenn es leichte Rückgänge gibt. Die ma Audio II 2025 hatte diesen Trend ebenfalls aufgezeigt, aber die ma Audio I 2026 verstärkt die Erkenntnis, dass das traditionelle Radio in dieser Altersgruppe noch immer eine tragende Rolle spielt.
Fazit
Im Vergleich zur ma Audio II 2025 zeigt die ma Audio I 2026 eine klare Fortsetzung und Verstärkung der Digitalisierungs- und Streaming-Trends. Während klassische Radiosender tendenziell leichte Reichweitenverluste verzeichnen, boomen Streaming-Dienste und Podcasts weiterhin, allerdings mit einem etwas moderateren Wachstum. Die Nutzung von Smart Speakern und anderen vernetzten Geräten trägt ebenfalls zur Veränderung des Medienkonsums bei, was eine zunehmend fragmentierte und individualisierte Audiolandschaft zur Folge hat.
Die ma Audio I 2026 belegt somit den anhaltenden Wandel der Audiolandschaft, der durch Digitalisierung und eine diversifizierte Mediennutzung geprägt ist.